Beiträge von Vulgor

    So nun mal richtig :)


    Rhythmische Hammerschläge rissen Vulgor aus seiner Bewusstlosigkeit, durch halb geschwollene Augen erkannte er wie sie ihm die Nägel tiefer in sein Handgelenk trieben.

    Mit seinen letzten Kraftreserven versuchte er sich zu befreien, doch es half nichts. Die Nägel gruben sich nur tiefer in sein Fleisch und die Seile die zur Fixierung benutzt

    wurden, schnitten sich nur tiefer in seine Haut. Als der drahtige Stygier zum nächsten Schwung ausholte ließ er vor Schreck den Hammer fallen als Vulgor ihn animalisch anbrüllte.

    "Gut"dachte er sich, "sie haben noch Angst vor mir." Der Stygier wich einen Schritt zurück und suchte den Boden nach dem Hammer ab ohne den großen Cimmerer dabei aus den Augen zu lassen.

    Ein fettleibiger Stygier der im Hintergrund neben einem Karren voller Gefangener stand näherte sich nun der Szenerie. Seine Ketten und Ringe klimperten lautstark als er sich ihm klatschend näherte.

    "Immer noch ein Tier wie ich sehe". sagte der Fette Styger beiläufig, während er sich Sand aus seiner Kleidung klopfte. Er hielt in der Bewegung inne und schaute ihn nun direkt an.

    "Ich bin heute in gnädiger Stimmung, es muss nicht so enden." "Sei gefügig und ich erlaube dir weiter zu leben." Vulgor schaute ihn nun seinerseits direkt an.

    Ein kehliges Lachen entfuhr ihm und eine Sekunde später spuckte er dem Fetten Stygier blutigen Schleim ins Gesicht.

    Wutentbrannt schlug der Fette Stygier ihn mit seiner ringbehangenen Faust mehrfach ins Gesicht.

    Kraftlos hing sein Kopf nun nach unten während ihm das Blut vom Gesicht tropfte. Halb in Bewusstlosigkeit versunken hörte er den Fetten Stygier noch schreien. "Lasst ihn hier hängen, sollen die Geier sich um den Rest kümmern."

    Wenig später hörte er wie sich die Karawane weiter von ihm entfernte. Ein blutiges Lächeln umspielte Vulgor´s Lippen als er noch tiefer in die Bewusstlosigkeit abdriftete, mit diesem blutigen Lächeln würde er bald Crom gegenüber stehen.


    Er träumte. Er träumte von einem Schneebedeckten Gebirge, seine Heimat.

    Er sah den Rauch, er sah den vom Blut getränkten Schnee, er sah seinen älteren Bruder leblos neben seiner Hütte liegen.

    Die Bilder verschwommen. Nun sah er einen Jungen der in einem dichten Tannenwald die Spur eines Hirsches verfolgte.

    Wieder verschwommen die Bilder. Nun sah er den Jungen an einer Feuerstelle sitzen während er ein Tier ausnahm.

    Die Jahre verstrichen und aus dem Jungen wurde ein kräftiger Mann. Ein Mann der die Abgeschiedenheit vorzog und nur hin und wieder um mit Fellen zu handeln dichter besiedelte Orte aufsucht.


    Langsam kam Vulgor wieder zu sich, er hätte nicht sagen können wie viel Zeit verstrichen war.

    Die Sonne stand hoch im Zenit als er eine Silhouette erkannte die sich ihm näherte.


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