Turrus findet einen neuen Gott

  • Turrus schlich eine zeitlang in Richtung Oase, wo er die heimischen Tiere beobachtete, gegen die kleinen würde er vielleicht eine Chance haben, aber die großen, das wusste er, würde er nicht schaffen. Eine leere breitete sich in ihm aus, seine Gedanken wurden düster und er betete zu seinem Gott Pteor. Der Shemit fühlte sich verraten und verkauft von seinem Gott. Wie konnte er es nur zu lassen, das er so leiden musste. Der Wasserschlauch, den er in der Nähe seines Kreuzes gefunden hatte, neigte sich dem Ende. Sein Magen knurrte. Ein Gedanke formte sich in seinem Kopf, langsam, wie die Leere, die sich in seinem Magen ausbreitete. "Yog. Gott Yog, wenn mein Gott mich im Stich lässt, so bitte ich dich, leite mich auf deinen Wegen, stehe mir bei und zeige mir den Pfad. Ich bitte dich."



    Doch nichts geschah. Verzeweifelt, wie sich der ehemalige Händler fühlte, wollte er seinem Leben ein Ende setzen. Sich den Bestien der Wüste vorwerfen oder von den Bergen des Gebietes auf den Boden springen und spüren, wie seine Knochen in tausenden Splittern zerspringen. "Würde ich es überhaupt merken?", lachend vor Wahn stellte er sich die Frage.



    Sein Blick fiel auf einen Stein, nicht weit entfernt. "Was, was ist das?"


    Eilig machte sich Turrus auf den Weg, mit jedem Schritt, den er zurücklegte erkannte er es. Fleisch. Da lag wirklich Fleisch. Wie ein Wilder rannte der hungernde Mann los und verzehrte das Gefundene, ohne darüber nachzudenken, welche Folgen es haben könnte.



    "Yog, ich danke dir, du lässt mich nicht im Stich, wie die anderen Götter." Turrus wusste, was er zu tun hatte. Er wollte seine Danbarkeit ausdrücken, so wie es die Anhänger des Gottes immer machten. Er würde dem Gott einen Schreib bauen, ihn anbeten und ihm die nötigen Opfer bringen. Mit dem Gott an seiner Seite, würde der Händler es aus der Wüste schaffen. Kostete es eben ein paar Menschen das Leben, solange er seinem neuen Gott Opfer darbrachte, fürchtete er sich nicht.



    Als Turrus seinen Weg fortsetzte, dauerte es nicht mehr lange und er fand eine Stelle, an der er nächtigen wollte. Hier im südlich vom Fluß, in der Nähe der südlichen großen Steinstatue konnte er sich ausruhen. Nach einem kräftigen Schluck aus dem Gewässer machte er sich ans Werk.



    "Als erstes brauche ich eine Unterkunft.", er schlug Stein um Stein, fällte Bäume, erntete Pflanzen. Es gab genug an der Stelle und begann, ein Heim zu bauen. Als Turrus mit einem kleinen Häuschen fertig war, machte er sich ans Werk einen Schrein zu bauen für Yog. Es dauerter ein wenig, denn er sollte perfekt sein und so schlug der Gläubige Felsen klein, sammelte mehr Holz, als es brauchte für sein Heim und tötete das heimische Getier. Auch einige Menschen fand er.



    Irrsinn leuchtete in seinen Augen, als er Jagd auf sie machte und sie wie die Tiere erschlug. "Yog wird sich freuen", lachte er in einem Anfall leichten Wahsinns.

Jetzt mitmachen!

Sie haben noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registrieren Sie sich kostenlos und nehmen Sie an unserer Community teil!