Bewerbung von Asghan Damotil

  • Die falsche Zeit, der falsche Ort…


    So oder ähnlich beginnt wohl jeder verbannte, ausgestoßene oder einfach nur vom Pech verfolgte Vagabund seine Geschichte… Mal entspricht es der Wahrheit, manchmal eher wohl nicht.

    Über die Ursprünge seines Schicksals ist sich Asghan selber im Unklaren. Und das würde so bleiben, sollte er seinen Bruder nicht finden können…

    Zunächst schien der Tag, der sein Leben für immer verändern sollte, wie jeder andere auch zu verlaufen: Mit fließenden Bewegungen formte er die Balken auf seiner Werkbank. Er liebte diese Momente, den Harzgeruch in seiner Nase, die Sägespäne in seinem Bart. Die meisten, die er kannte, hätten ihn für sein Schreiner-Dasein sicherlich nur müde belächelt und ihm vielleicht fehlende Träume oder mangelndes Vorstellungsvermögen unterstellt. Aber als der Eigenbrötler, der er immer schon war, kannte er eh kaum jemanden und war glücklich damit es dabei zu belassen. Die wenigen, meist geschäftlichen, Beziehungen und die Gespräche mit den Käufern seiner Schreinerarbeiten waren ihm Kontakt genug.


    Lediglich sein Bruder bildete eine Ausnahme: Jedes Mal, wenn Nero zwischen seinen Reisen bei ihm einkehrte, tranken sie und tauschten Geschichten aus. So sehr Asghan es genoss, wie Nero ihm von der Welt erzählte, so gab er seinem kleinen Bruder wiederum eine Konstante in dessen wechselhaften „Abenteuer-Leben“.

    Es hätte ein gutes Leben sein können, bis zu dem Tag an dem Nero in das letzte mal aufsuchte. Anders als bei seinen anderen Besuchen schwang keine Unbeschwertheit mit ihm durch die Tür und Asghan ahnte sofort, dass er dieses mal keine Flasche aus dem Keller holen brauchte. Schweißgebadet stürmte Nero ins Haus, sah sich immer wieder um. Hektisch drückte er Asghan ein in Leinen gewickeltes Bündel in die Hand, nur um es ihm nach einem Augenblick wieder zu entreißen. Ohne den Ansatz einer Erklärung lief er in den Keller und tauchte nach kurzer Zeit ohne Bündel wieder auf. Asghan glaubte einen Anflug von Erleichterung in seinem Gesicht zu erkennen. Doch bevor er eine Erklärung für das stürmische Auftreten einfordern konnte wurden sie unsanft unterbrochen. Das laute zerbersten der Haustür ging unter den wilden Rufen der hineinstürmenden Soldaten unter. Ehe Asghan wusste wie ihm geschah packten ihn mehrere Hände und rissen ihn auf den Boden nieder. Unter normalen Umständen hätten die vielen Menschen und das laute Durcheinander schon alleine ausgereicht, um ihm Unbehagen zu bereiten. Doch die lauten Stimmen und hektischen Bewegungen endeten schneller als er dachte und wichen einem erst stechenden, dann betäubenden Schmerz am Hinterkopf. Er sah noch, wie Nero auf den Boden gepresst und von allen Seiten mit Prügel belegt wurde, bevor das Bewusstsein ihn verlies.


    Nach einer gefühlten Ewigkeit erwachte er schließlich. Die Schmerzen verrieten ihm unmittelbar, dass er nicht geträumt hatte. Kaum bei Kräften nahm er seine Umgebung nur mit Mühe wirklich wahr. Als erste Reaktion regte sich wachsender Zorn in Asghan. Es fiel im schwer einzuordnen, was ihm die meiste Wut bereitete: Die minderwertige Verarbeitung des Kreuzes, an dem er mit rostigen Nägeln angeschlagen wurde? Das blutüberströmte, leere Kreuz neben ihm, welches wohl für seinen Bruder gedacht war? Oder die langsam eintretende Erkenntnis, dass sein Leben (wenn man es jetzt noch so nennen konnte) von nun an entweder äußerst hart oder äußerst kurz sein würde…


    OOC:

    Name: Asghan (männlich)

    Gottheit: Mitra
    Profession: ursprünglich Handwerker

    Kurzbeschreibung: Wenn er die Wahl hat, bleibt er gerne neutral und mag sein Werkzeug lieber als seine Waffe.

    Zu mir: Ich bin Mark (28) und würde mich freuen, wenn ich mich eurer RP - Community anschließen könnte! Was ich bisher lesen durfte klingt echt klasse! (Die Regeln habe ich selbstverständlich gelesen)

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